Konzert-Rezensionen



Eine bewegende Geschichte

Als Solist korrespondierte (...) der zweifache Echo-Klassik-Preisträger Hardy Rittner in Haydns Klavierkonzert Nr. 11 D-Dur gut mit Sanderlings Ideen, sehr lebendig, im Anschlag distinkt, leicht und transparent, in den Solokadenzen mit freiem, quasi extemporierendem Gestus und im Finalrondo griffig im "All'Ungarese"-Stil. Als Beitrag zum Liszt-Jahr steuerte er mit der Ballade Nr. 2 h-Moll des Jubilars noch ein reines Klavierwerk bei. Vom dunklen Grollen der Fluten bis zum süßen Liebesthema hin traf Rittner Liszts Idiom genau und "erzählte" auf diese Weise eine bewegende Geschichte.
FAZ, Frankfurt am Main, 28.06.2011

 

Musikinterpretation mit Tiefe

Hardy Rittner bei der Verleihung des Kulturpreises in seinem Heimatlandkreis Groß-Gerau.

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Hardy Rittner im Frankfurter Bechstein Centrum

Frühkritik im Hessischen Rundfunk vom 20.12.2010 nach einem Klavierabend im Bechstein Centrum in Frankfurt am Main.

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Donnerapplaus für Rittner

Mit viel Neugier wurde der zweimalige Echo-Klassik-Preisträger Hardy Rittner erwartet. Wie ein schlacksiger Junge setzte sich der 29-Jährige nach freundlicher Verbeugung an den Flügel und wartete auf den ersten Orchesterakkord des einzigen Klavierkonzerts von Robert Schumann, der dem Solisten seinen Einsatz signalisiert. Was dann an pianistischer Kultur, grandioser, doch kaum wahrnehmbarer Virtuosität, an traumwandlerischer Sicherheit bei wohltuender Unaufgeregtheit zu erleben war, davon kann man nur schwärmen. Rittner, Jackson und das spürbar animierte Orchester verstanden sich blind - ja, waren eins geworden. So und nicht anders muss man dieses kostbare romantische Tongemälde musizieren. Das Publikum im sehr gut besuchten Seidenweberhaus war begeistert - und freute sich über eine romantische, ganz zurückgenommene Zugabe.
Rheinische Post, Krefeld, 28.10.2010

 

Ein wunderbar poetisch spielender Pianist,

Hardy Rittner, an Siegen in Wettbewerben reich, an Können groß. Die große Attitüde der Klavierlöwen fehlt ihm ganz. Schlicht spielt er, empfindsam und der Musik lauschend, Schumanns a-Moll Klavierkonzert. Technisch hoch über den gewiss nicht geringen Anforderungen dieses so leicht klingenden Werkes stehend, musizierte er mit blühendem Ton, wunderbarem Anschlag, vom ersten Takt an in Einheit mit unserem wunderbar spielenden Orchester, das Graham Jackson einfühlsam und sensibel leitete.
Große Vergleiche drängen sich hier auf. (...) Ich meine, dass Hardy Rittners Interpretation hier gleichberechtigt daneben steht.
Als Dankeschön für den reichen Beifall spielte er eine Etüde von Skrjabin. Hier konnte er auch seine Lust am Tastendonner zeigen. Bravo.
Bürgerzeitung für Mönchengladbach, 28.10.2010

 

Differenziert

Es war faszinierend zu erleben, wie viele unterschiedliche Klangfarben Hardy Rittner aus ein und demselben Instrument holen kann. Für seine prämierten CD-Einspielungen hat er großen Wert auf authentische Instrumente der Entstehungszeit gelegt. Hier bearbeitete er den modernen Steinway so differenziert, dass man mitunter glaubte, er habe den Flügel gewechselt.
Rheinische Post, Leverkusen, 16.09.2010